Picture Perfect – Jodi Picoult

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt

„The first thing the groundskeeper saw when he went to tend to the small cemetery
behind St. Sebastian’s was the body that someone had forgotten to bury.“

Will, Halbindianer und Polizist in LA, findet eine verletzte, junge Frau, die ohne Gedächtnis auf einem Friedhof aufgewacht ist. Sie weiß nicht wer sie ist, wie sie auf den Friedhof gekommen ist und was mit ihr passiert ist. Will nimmt sie erstmal bei sich auf und veröffentlicht eine Suchanzeige, auf die sich der angebliche Ehemann von Cassie meldet, Alex Rivers, erfolgreicher und berühmter Schauspieler.  Bei ihm scheint Cassies Leben perfekt zu sein, sie leben in einem großen Haus, mit Angestellten und allem Luxus. Alex kümmert sich liebevoll um sie und scheint der perfekte Ehemann zu sein.
Doch dann beginnt Cassie sich zu erinnern und die Fassade der Perfektheit zu bröckeln. Sie befindet sich in tödlicher Gefahr, aus der sie sich nur befreien kann, wenn sie sich selbst überwindet.

Auf Deutsch heißt das Buch „Auf den zweiten Blick“. Ich hatte es mir dieses Jahr in Australien gekauft, da ich schon immer ein Buch von Jodi Picoult lesen wollte. Mit diesem Buch hatte ich allerdings ein etwas älteres erwischt, es wurde bereits 1995 veröffentlicht, hat aber bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Jodi Picoult versteht es meisterhaft Themen die in der Gesellschaft polarisieren oder einen gewissen Brennpunkt besitzen in ihren Büchern aufzugreifen. Sei es Homosexualität, Organspende, oder Minderheiten wie die Amish People. Welches Thema „Picture Perfect“ behandelt verrate ich jetzt aber nicht 🙂 Lasst euch überraschen, aber ich kann euch sagen, es ist heftig und mir stockte beim Lesen der Atem. Die Kurzbeschreibung klang schon richtig interessant und wie sich das Buch dann entwickelte hätte ich nicht vorher gesehen. Es bleibt spannend bis zur letzten Seite, weil man bis zum Ende mitfiebert, ob Cassie die richtige Entscheidung trifft. Es fällt mir jetzt ein bisschen schwer über das Buch zu schreiben, weil man so schnell Gefahr läuft etwas zu verraten… In der Mitte ungefähr musste ich das Buch mal weglegen, weil mir das einfach zu langatmig war. Da folgen so viele Erinnerungen aufeinander, das man schon gar nicht mehr mitkommt, in welcher zeitlichen Reihenfolge die Erinnerungen stattfinden. Aber das Thema ließ mich nicht los, daher musste ich doch weiterlesen. Das Ende lässt einen ein bisschen unbefriedigt zurück, da man gerne noch wissen mächte, wie es mit Will weitergeht, aber die Entscheidung, die Cassie trifft, ist meiner Meinung nach die richtige. Cassie ist ein Mensch, in den man sich leicht reinversetzen kann und dadurch ihre Handlungsweisen verstehen kann, was für dieses Buch wirklich wichtig ist. Anfangs bringt man Alex noch Sympathie entgegen, das schlägt gegen Ende aber in richtigen Hass um. Durch Will taucht man noch ein bisschen in die Welt der Indianer in Amerika ab, was ich ganz interessant fand, das soll nun aber keinen abschrecken, es handelt sich dabei nicht um eine vollständige anthropologische Studie. :)Die ganze Geschichte geht einem schon ganz schön unter die Haut.

Ein Buch, das einem zeigt, wie verletzend Liebe sein kann.

Autor: Jodi Picoult
Verlag: Allen&Unwin
Genre: Fiktion
Seitenanzahl: 369

Ich habe dem Buch bei Amazon gegeben

Das Zitat stammt von Seite 6, alle Rechte des zitierten Materials, der Covergestaltung, sowie der inhaltlichen Handlung liegen bei dem Verlag und der Autorin.
Die Rezension spiegelt meine eigene, unvoreingenommene Meinung wieder.  Das Urheberrecht und Copyright für die Texte, die mein eigenes Gedankengut darstellen, liegt bei mir.

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