Saeculum – Ursula Poznanski

„Bastian hörte das Klirren der Schwerter schon von Weitem.“

Allein der erste Satz verrät dem Leser schon, dass die Geschichte nicht in der Gegenwart spielen kann, heute benutzt doch niemand mehr Schwerter oder?
Doch! Verrückte Mittelalter-Freaks die sich auf Mittelaltermärkten und sogenannten Conventions tummeln und dabei versuchen den damaligen Lebensstil  so gut, wie möglich nachzuahmen, in dem sie auf den Märkten Verkleidungen tragen, mittelalterliche Instrumente spielen oder Schwertkämpfe untereinander austragen.
Wie gerät aber nun ausgerechnet Bastian,  ganz normaler Medizinstudent, Brillenträger, an diese „Freaks“? Sandra, seine heimliche Angebetete, ist Mitglied der Gruppe Saeculum, die sich häufig illegal, mitten im Wald, zu Conventions, Veranstaltungen, trifft, wo die Teilnehmer die Rolle einer mittelalterlichen Person einnehmen und dabei auch verschiedene rollentypische Aufgaben übernehmen und auch lösen müssen. Sie ist diejenige, die ihn mit dieser Szene vertraut macht und als sie Bastian einlädt einmal an einer solchen
Convention teilzunehmen, sagt er ihr zuliebe zu und lässt sich auf das Abenteuer Mittelalter ein. Die ganze Saeculum Gruppe fährt mit dem Zug an einen Ort, wo das Rollenspiel stattfinden soll. Nur Doro, die die Rolle einer Wahrsagerin übernimmt, ist mit der Wahl des Spielortes nicht zu frieden und sagt ihnen schreckliche Geschehnisse vorher. Vor Spielbeginn schmeißen sich alle in ihre mittelalterlichen Gewandungen, alle neuzeitlichen Gegenstände müssen abgegeben werden, denn auch später werden die Teilnehmer ohne Strom leben, nur Essen aus der damaligen Zeit zu sich nehmen und auch so sprechen wie Ritter oder Burgfräulein.
Das Spiel hat kaum begonnen, da passieren schon schreckliche Dinge. Jugendliche verschwinden spurlos, Botschaften tauchen auf und plötzlich müssen Bastian und seine Freunde um ihr Leben fürchten. Hatte Doro Recht? Ist der Wald verflucht? Und welche dunkle Vergangenheit verbirgt Iris vor den Anderen?

Saeculum war nun mein erstes Buch von Ursula Poznanski (die mit dem unaussprechbaren Namen :)) aber mit der Geschichte hatte sie mich total geködert. Ich finde die Thematik an sich schon spannend, einmal auszuprobieren, wie die Leute damals lebten, ohne Strom, ohne fließend Wasser und Internet. Hier kann man nun einmal quasi live miterleben, wie schwer es selbst für die schon geübten Saeculum Teilnehmer ist. Poznanskis Schreibstil ist dabei so bildahft, dass man sich wie ein Teilnehmer des Spiels fühlt. Die Spannung ist beinahe greifbar und flaut auch bis zur letzten Seite nicht ab. Die überraschende Wendung sorgt nocheinmal dafür den Leser noch enger an die Geschichte zu fesseln und ihn das Buch nicht aus der Hand legen zu lassen. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet, besonders die dunkle Geschichte um Iris hat mich interessiert. Man möchte endlich erfahren, was sie denn nun die ganze Zeit in Angst und Schrecken leben lässt. Teilweise fand ich die Handlungsweise der Charaktere schon ziemlich heftig und konnte sie nicht nachvollziehen, ansonsten wäre das Buch aber auch nicht so spannend gewesen. Alles in allem DAS perfekte Buch, um den Schreibstil und die Geschichten Ursulas Poznanski’s kennenzulernen, es wird garantiert nicht mein letztes von ihr gewesen sein.

Das Buch ist perfekt für diejenigen, die die unheimliche Stimmung in Büchern lieben.
Wer nicht schon durch das wunderschöne Cover und die schwarzen Schnittkanten geködert ist, den wird dann die fesselnde Story überzeugen.

Autor: Ursula Poznanski 
Verlag: Loewe
Genre: Jugendthriller
Seitenzahl: 493

Ich habe dem Buch bei Amazon gegeben.

Hier gibt’s noch den Trailer zum Buch:

Das Zitat stammt von Seite 6, alle Rechte des zitierten Materials, der Covergestaltung, sowie der inhaltlichen Handlung liegen bei dem Verlag und der Autorin.
Die Rezension spiegelt meine eigene, unvoreingenommene Meinung wieder.  Das Urheberrecht und das Copyright für die Texte, die mein eigenes Gedankengut darstellen, liegt bei mir.

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